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Warum Selbstständig sein der Himmel ist

Den Spruch kennst du vielleicht: „Selbstständig“ steht für „Selbst“ und „Ständig“.

Wenn ein Selbstständiger diesen Spruch von sich gibt, lachen fast alle Selbstständigen im Raum wissend. Meist ist das so ein leicht schmerzerfahren-wissendes Lachen. Denn tatsächlich: Sehr viele Selbstständige arbeiten sehr viel. Manche ständig. Die meisten Selbstständigen finden das Normal und meistens auch gut. Warum, dass erzähle ich dir in diesem Beitrag.

Tatsächlich ist der Begriff Selbstständig ganz anders gemeint. Er kommt von „Selbst stehen“. Ein Selbstständiger ist ein Mensch, der sich entschieden hat, selbst zu stehen. Oder, wie uns Google verrät, ist ein Selbstständiger ein Mensch, der ohne Hilfe, Anleitung auskommend, aus eigener Fähigkeit und Initiative handelnd lebt.

Deswegen sind die meisten Selbstständigen stolz darauf und glücklich darüber, Selbstständig zu sein. Millionen von Selbstständigen nehmen es in Kauf, dass sie sich keine soziale Absicherung leisten können. Dass sie ein geringes Einkommen erwirtschaften. Und das bei viel mehr eingesetzter Arbeitszeit als ein normaler Angestellter. Für sie ist es mit das Wichtigste, das Gefühl zu haben Selbst stehen zu können.

Denn viele, ich vermute einmal die meisten Selbstständigen lieben ihr oftmals entbehrungs- und arbeitsreiches Leben, eben weil sie ihr „eigener Herr“ sind. Sie entscheiden Tag für Tag, Stunde für Stunde, was sie tun wollen oder müssen. Sie bluten für ihre Fehler. Sie schwitzen für ihre Erfolge. Sie haben einen hohen Tränenverbrauch, denn Projekte scheitern zu sehen, tut weh. Doch ihre Erfolge sind dann auch wirklich: ihre Erfolge.

Selbstständige müssen sich morgens nicht aus dem Bett quälen. Sie stehen auf, weil sie eine Vision, einen Traum, ein eigenes Projekt haben. Oder sie bleiben liegen, weil sie heute einfach mal kein Bock darauf haben, ihr Projekt voranzutreiben. Das entscheiden sie aber selbst. Das ist oft anstrengend. Und gleichzeitig köstlich wie goldener Honig. Ich bestimme, ob ich aufstehe und wie glücklich ich dabei bin. Denn ich bin Selbstständig.

 

Selbst oder angelehnt Stehen?

Ein Angestellter ein Mensch, der irgendwo anders an- oder bildlich: dran gestellt wird. In der Regel ist der Angestellte bei einem Selbstständigen oder Unternehmer angestellt. Das heißt, der Angestellte braucht jemand anderen, sonst könnte er nicht alleine stehen. Ohne Firma, die ihn anstellt, ist er ohne Anstellung. 

Viele Selbstständige und alle Unternehmer könnten ihre Projekte, wenn sie eine gewissen Größe erreichen, ohne Angestellte kaum realisieren. Es ist zwingend notwendig, dass es Menschen gibt, die als Angestellte arbeiten – hoffentlich glücklich und engagiert mit einem tollen Selbstständigen als Chef. Was würde ich ohne Hedi, meinen Büroengel nur machen? Sie ist ein Juwel für meine Selbstständigkeit.
Tatsächlich ist es in Deutschland so, dass die Mehrzahl aller Menschen es vorzieht, bei jemand anderem angestellt zu sein. Sonst wäre ja nicht viel mehr Menschen angestellt als Selbstständig. Es gibt aus Sicht eines Selbstständigen echt viele coole Vorteile, Angestellt zu sein. 

 

Dienst nach Vorschrift

Eine beängstigende Anzahl von Angestellten macht jedoch nur Dienst nach Vorschrift. Das heißt, sie sind das Gegenteil von glücklich in ihrem Job oder Beruf.

Ich als Selbstständiger frage mich, wie traurig oder gut bezahlt muss ein Mensch sein, um „Dienst nach Vorschrift“ zu machen? So ein Mensch geht zur Arbeit, um seine Zeit gegen Geld einzutauschen. Er hat keinen Respekt oder sogar Verachtung für seine Firma, sonst würde er sich ja nicht verleitet fühlen, nur Dienst nach Vorschrift zu machen.

Hat er Respekt und Achtung vor sich selbst, wo er seine Lebenszeit an diese Firma verkauft? Geht das? Kann ich mich lieben, wenn ich mit einem Partner zusammen bin, denn ich nicht hasse? Nur weil ich Geld zum Leben von ihm bekomme?

Meiner Erfahrung nach ist das Leben ein Geschenk. Ich fühle die Verpflichtung in mir, dieses Lebensgeschenk zu feiern. Meine Selbstständigkeit, voller schwerer Krisen und geschmückt von blühenden Triumphen ist für mich ein Ausdruck meines Respektes gegenüber diesem Geschenk. Für mich stellt sich gar nicht die Frage: Ich muss selbst stehen. Und zwar ständig 😉.

 

Was ist besser? Angestellt oder Selbstständig?

Natürlich gibt es Jobs, die sind weit besser bezahlt als manche Selbstständigkeit. 
Natürlich sind Angestellte besser abgesichert als viele Selbstständige.
Es gibt viele Berufe, da darfst du kreativ sein. Freie Entscheidungen treffen. Dich voll einbringen.
Es geht hier nicht um ein besser oder schlechter. Das ist nämlich davon abhängig, ob du glücklich und erfüllt lebst – als Angestellter oder Selbstständiger. Oder ob nicht.

Besser ist: Glücklich arbeiten.

Wenn ein Mensch dauerhaft unglücklich in seinem Job ist, zu was für einem Menschen macht ihn das mit den Jahren? 

Was für ein Wutpotenzial trägt so ein Mensch in sich? Wie viel Verzweiflung? Was für ein Selbstbild bringt es mit sich, täglich etwas zu tun, was ihm am Arsch vorbei geht? Wie hilflos oder verzweifelt ist er, dass er nicht lieber wagt, selbst zu stehen? Etwas Eigenes aufzubauen? Wenn er keine Ideen hat oder ihm der Mut fehlt – auch das macht doch etwas mit einem. Wenn man sich so mutlos oder unkreativ fühlt. 

Wie kann unsere Gesellschaft, wie kann eine Menschheit gesunden, wenn zig Millionen Menschen nur Dienst nach Vorschrift machen? Und kaum kommt eine Krise, schieben sie dann Panik, weil sie ihren Job verlieren könnten. Ich verurteile natürlich nicht, dass sie es tun. Ich frage nur: Was macht das mit einem Menschen?

Mut ist eine Frage der Übung und des Mindsets

Wenn du unglücklich bist als Angestellter und Dienst nach Vorschrift machst, dann probiere es mal mit Selbstständigkeit. Das sollte nicht von heute auf morgen geschehen. Es lohnt sich, sich gut vorzubereiten. Das erhöht deine Chancen wirtschaftlich erfolgreich zu sein ganz immens.

Aber wichtiger als wirtschaftlichen Erfolg ist es meiner Meinung nach, es überhaupt einmal ausprobiert zu haben. Jedenfalls wenn du davon träumst oder deinen Job nicht magst.

Sich Selbstständig machen, dazu fehlt vielen der Mut. Das ist erst einmal okay. Es erfordert Mut. Man kann heftig auf die Schnauze fallen beim Versuch. Als Selbstständiger falle ich ständig auf die Schnauze. Und weißt du was? Ich lerne jedesmal etwas Neues dabei. Tut weh. Aber am Ende macht es Spaß.

Man kann Selbstständigkeit probieren und feststellen: Puh, ist mir echt zu stressig. Ich bekomme das mit der Selbstmotivation nicht hin. Ich bin dann doch etwas zu verträumt. Oder meine Idee ist schlicht gescheitert.

Dann bist du aber nicht gescheitert! Scheitern tust du, wenn du es nicht probierst, obwohl da eine Sehnsucht in dir ist. Wer nicht wagt, sich einem Menschen zu öffnen aus Angst verletzt zu werden, der wird die Liebe nicht kennenlernen. Aua gehört zum Spiel.

Kreativität ist ein Gen, das jeder Mensch in sich trägt. Es muss nur aktiviert werden. Das ist Arbeit. Das erfordert Mut. Der Lohn führt zum Selbst Stehen. Es ist Teil meiner Selbstständigkeit, anderen auf diesem Weg zu helfen.

Ich bin überzeugt, die Zukunft der Menschheit braucht viel mehr Selbstständige. Und natürlich glückliche Angestellte, die glücklichen Selbstständigen in coolen Firmen eine Hilfe sind.

 

Es ist der Himmel. Unkündbar.

Gerne lesen wir, dass es in Deutschland keine Kultur der Selbstständigkeit gibt. Das der Staat seine Unterstützung viel mehr an Arbeitnehmern ausrichtet. Selbstständige und Unternehmen jedoch durch Bürokratie und Gebühren blockiert, wo es nur geht. Hier und dort ist das schon so. Es gibt einen Preis zu zahlen, wenn man in den Himmel will. Aber hey: es ist der Himmel. 

Auf der anderen Seite hast du als Selbstständiger Möglichkeiten mit dem Staat umzugehen, die ein Arbeitnehmer nicht hat. Wundervolle Möglichkeiten. Das Finanzamt unterstützt dich, wenn du kreativ wirst.

 

Arbeitslosigkeit unmöglich

Für mich eine absurde Vorstellung: das ein Mensch arbeitslos sein kann. Es gibt immer massenhaft Arbeit.

Wenn ich als Selbstständiger keine Arbeit habe, fehlt es mir an Kreativität. Arbeit erzeugt sich selbst. Nicht immer bekomme ich Geld für meine Arbeit. Aber besser mal ohne Gewinnerwartung etwas Schaffen als mit Depressionserwartung denken ich sei abhängig davon, dass ein Arbeitgeber mir Arbeit gibt, die ich dann nach Vorschrift abdiene.

Als kreativer Selbstständiger schöpfe ich Arbeit wie flüssiges Gold aus einer unversiegbaren Quelle. Ich kann mir nicht vorstellen, wie „arbeitslos“ für einen Selbstständigen existieren könnte. Ich war oft ohne Einkommen. Arbeitslos war ich nie. Ich war oft mutlos. Gearbeitet habe ich trotzdem. Manchmal hat mir die Perspektive gefehlt. Arbeit gab es auch ohne Perspektive. Manchmal musste ich einfach irgendetwas arbeiten und dann tauchte schon irgendwann eine neue Perspektive auf.

Zurzeit wütend Corona und der Shutdown. Ich habe Null Einkommen. Keine Kunden. Aber Arbeit habe ich so viel, der Shutdown könnte noch drei Jahre anhalten, Und in drei Jahren hätte ich noch nicht die Hälfte erledigt. Es mangelt mir an nichts. Nur an Vernunft und Gelassenheit unter den Menschen. 

Dieses Beitrag soll dir Mut machen.

Selbst Stehen ist oft anstrengend. Es hat mit Blut, Schweiß und Tränen zu tun. Es kann misslingen. Doch Scheitern, darauf gehe ich in einem anderen Beitrag ein, Scheitern kannst du mit der richtigen Einstellungen (heute Mindset genannt) unmöglich.

Selbstständigkeit ist das genaue Gegenteil von „Dienst nach Vorschrift“.

Es ist der Himmel.

Sicher nicht für jeden.  Doch rausfinden tut das nur, wer es probiert.

Und vergiss die Idee, DU könntest scheitern. Mit dem richtigen Mindset scheiterst du nicht. Du lernst dazu.

Nie vergessen: Das Leben ist schön!
Es will von uns gefeiert und geehrt fühlen. 

 

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